Biokohle zur Kohlenstoffbindung in Böden – Herstellung, biologische Effekte und Wirtschaftlichkeit 

Die Verwendung von Biokohle (Biochar) als Bodenadditiv ist eine Technologie zur dauerhaften Kohlenstoffbindung im Boden. Die Produktion der Biokohle beruht auf der Pyrolyse von Biomasse, primär von landwirtschaftlichen Reststoffen der Pflanzenproduktion oder forstlichem Hackgut. Mit Biokohle als Bodenzuschlagsstoff kann ein nachhaltiger Effekt zum Entzug von Kohlendioxid aus der Atmosphäre und dem Einbau des Kohlenstoffs in die Bodenstruktur erreicht werden.

Die Studie wird im Zeitraum 2010-2012 als Förderprojekt im Rahmen des Programms "Neue Energien 2020" des KLI.EN-Fonds durchgeführt und konzentriert sich auf die folgenden Zielsetzungen:

    • Untersuchungen der Auswirkungen des Ausgangsmaterials auf die Ausbeute und Qualität der Biokohle
    • Optimierung der Pyrolysebedingungen zur Erhöhung des Ertrags
    • Einrichtung von Versuchen für Langzeitanalysen des Kohlenstoffbindungspotentials landwirtschaftlicher Böden
    • Analyse der Nährstoff-Bioverfügbarkeit nach dem Einsatz von Biokohle und Sorptionseigenschaften im Boden
    • Untersuchungen der Wirkungen von Biokohle auf Boden-Mikroorganismen sowie CO2 und nicht-CO2-Treibhausgasemissionen aus dem Boden
    • Rahmenbedingungen für eine Förderung des Pflanzenwachstums und -ertrags durch Biokohle
    • Wirtschaftlichkeitsbewertung der Produktion und Anwendung von Biokohle

    Die Ziele der Studie sollen durch eine Kooperation zwischen AIT, der Universität für Bodenkultur Wien, Joanneum Research Graz, dem Bundesforschungszentrum für Wald, der Ökoregion Kaindorf und dem IK Traisental erreicht werden.