Seit Inkrafttreten des Altlastensanierungsgesetzes (ALSAG) im Jahr 1989 werden kontaminierte Standorte in Österreich systematisch erfasst, beurteilt und saniert. Im Rahmen des vom Lebensministerium finanzierten und vom Umweltbundesamt geleiteten Projektes Altlastenmanagement 2010 werden derzeit auf Basis der jüngsten technisch-naturwissenschaftlichen Fortschritte neue Konzepte und Leitfäden für die Analyse und Bewertung von kontaminierten Standorten erarbeitet. Das AIT ist im Rahmen dieses Projektes für zwei Arbeitspakete verantwortlich:

  • Erarbeitung eines Leitfadens für die Abschätzung des humantoxikologischen Risikos, das von kontaminiertem Boden ausgeht: Damit soll eine wesentliche Hilfestellung für ein standortbezogenes und nutzungsspezifisches Verständnis des humantoxikologischen Risikos gegeben werden, um die Auswahl und Anwendung entsprechend differenzierter Maßnahmen zu ermöglichen.
  • Erarbeitung eines Leitfadens für die Abschätzung der Sickerwasserbelastung an kontaminierten Standorten und Prognose einer potentiellen Grundwassergefährdung: Hier ist das Ziel eine differenziertere Betrachtung der Schadstoffbelastung, um eine exaktere Vorhersage der Schadstoffmobilität im ungesättigten Bereich des Untergrundes zu ermöglichen.