Das System EMIKAT ist ein Komplettsystem für das Emissionsdatenmanagement.

Luftschadstoffe werden bei vielen wirtschaftlichen Aktivitäten (z.B. Strom- und Wärmeerzeugung, Industrieprozesse, Verkehr), aber auch bei natürlichen Prozessen (z.B. Pflanzen- und Bodenatmung) freigesetzt. Es ist wichtig, zu wissen, welche Verursacher wie zum Schadstoffausstoß („Emission“) beitragen. Während große Verursacher (z.B. Kraftwerke) gut einzeln erfasst werden können, müssen die vielen kleinen Emissionsquellen (z.B. Heizungen, Autos) aus Statistiken hochgerechnet werden. Emissionsinventuren benötigen ein mächtiges und transparentes Datenmanagement.

Spezifikation:

Die Funktionalitäten des EMIKAT-Systems reichen von der Integration spezifischer Emissionsdaten (z.B. aus Erhebungen, Verkehrsmodellen oder Statistiken) bis zur qualifizierten Auswertung über frei definierbare Szenarien. Der Szenariomanager erlaubt die vergleichende Betrachtung unterschiedlicher Datenbestände in Jahresvergleichen oder als Maßnahmen- und Modellvergleich.

  • EMIKAT verwaltet alle Daten, die zur Berechnung der Emissionen erforderlich sind.
  • EMIKAT berücksichtigt die räumliche und zeitliche Dimension der Emissionen.
  • EMIKAT erlaubt eine Simulation von Luftreinhaltemaßnahmen.
  • EMIKAT ist ein interaktives Informationssystem, das jedes beliebige Detail der Emissionsinventuren darstellen kann.

Emissionsdaten können auf Ebene der Emittentengruppe, der Luftschadstoffmenge oder auf die Verursachergruppen und Branchenebene zusammengefasst werden. Die Emissionsdaten sind im europäischen Standardsystem SNAP dokumentiert.EMIKAT unterstützt den Gesetzes- und Verwaltungsvollzug – so beim Ozongesetz, Luftreinhaltegesetz und auch der Smogalarm- und Kleinfeueranlagen-Verordnung.

Szenarien zur Luftreinhalteplanung:

Emissionsinventuren zeigen, welche Verursacher wann und wo welche Beiträge zur Luftverschmutzung leisten. In Kombination mit luftchemischen Modellen können die Konzentrationen von Luftschadstoffen aus den Emissionsdaten ermittelt werden. Deshalb sind Inventuren eine Voraussetzung für eine sinnvolle Maßnahmenplanung. Das heißt aber auch, dass Inventuren die Möglichkeit bieten müssen, „was-wäre-wenn“-Szenarien zu definieren und zu bewerten. Zum Beispiel: wie stark, in welchen Gebieten und in welchem Zeitraum wirkt sich der Ausbau der Fernwärme aus? Wie wirksam sind Verkehrsbeschränkungen für PKW für die Ozonreduktion im Sommer?

Referenzen: 

Weiterführende Links