Enviromental and Crisis & Disaster Management

Krisen und Katastrophen brechen meist unerwartet über eine Region oder ein Land herein. Daher ist im Anlassfall vor allem eines gefragt: ein funktionierendes, weit reichendes Katastrophenmanagement auf Basis vorbereiteter, bestens durchdachter Krisenpläne.

Grundsätzlich umfasst zeitgemäßes Krisen- und Katastrophenmanagement heute aber nicht nur unmittelbare Maßnahmen der Katastrophenhilfe wie effiziente und koordinierte Hilfseinsätze oder die Wiederherstellung von beschädigter Infrastruktur, sondern auch umfangreiche Vorsorgeaktivitäten im Bereich des Katastrophenschutzes. Mittels laufender Risikoanalysen und der systematischen Erfassung relevanter Daten für unterschiedliche Katastrophenszenarien werden sichere Pläne und Handlungsrichtlinien zur Vermeidung von bzw. zur Vorbereitung auf sich anbahnende oder eintretende Krisen erarbeitet, die eine gestützte Entscheidungsfindung auf Kommandoebene und das Zusammenspiel von Einsatzorganisationen erleichtern.

Durch die steigende Einbindung von Datenerfassungsintelligenz in Form von Sensoren oder Kameras an Katastrophen neuralgischen Standorten – wie z.B. Erdrutsch gefährdeten Berghängen oder Wildbachufern – werden heute zwar permanent ungeheure Datenmengen erhoben und elektronisch gespeichert. Woran es jedoch häufig mangelt ist zum einen die Strukturiertheit und damit bessere Interpretierbarkeit dieser Daten, zum anderen ein domainübergreifender Zugriff durch unterschiedliche Krisenakteure.

Kompetenzplattform für Katastrophenmanagement

Das AIT besitzt Jahrzehnte lange Erfahrung in der systematischen Erfassung und Verarbeitung von Umweltdaten wie Luftschadstoffen oder Wasserqualität und ist damit der prädestinierte Technologiepartner für im Krisen- und Katastrophenmanagement tätige Organisationen, wenn es darum geht, die oben beschriebenen Defizite technisch zu überwinden. Dabei fokussiert das AIT vor allem auf Lösungen zur Katastrophenprävention und auf interoperative Metasysteme die eine bessere Vernetzung von Einsatzkräften, z.B. auch grenzüberschreitend ermöglichen.Bei der Systementwicklung setzt das AIT auf Standards basierende, aber semantisch erweiterte Architekturen, auf Zugangsservices zu großen Sensornetzwerken und auf fortschrittliche Visualisierungstechnologien zur optimalen Lagebeurteilung von Krisenszenarien. Dies ermöglicht ein einfaches Auffinden von relevanten Informationen wie z.B. von Sensordaten aus verschiedenen Web basierten Ressourcen und die Anreicherung dieser Daten mit zusätzlichen Fakten z.B. aus der unmittelbaren Lagebeurteilung im Feld.Politischen Entscheidungsträgern steht mit den vom AIT entwickelten Systemen ein technologischer Baukastensatz für effizientes Krisen- und Katastrophenmanagement zur Verfügung.