SIMTARA

Bei der Targeted Radionuclide Therapy (TRT) wird ein offener radioaktiver Stoff verabreicht, der aus einem Trägermolekül und einem Radionuklid besteht, um den Tumor selektiv zu zerstören. Im Gegensatz zur konventionellen Strahlentherapie von außen existieren für die TRT noch keine ausgereiften oder kommerziellen Softwarepakete zur Behandlungsplanung, d.h. zur Bestimmung der dreidimensionalen Dosisverteilung im Tumor und im angrenzenden Gewebe. 

Das Hauptziel von SIMTARA ist daher die Entwicklung von Computermodellen zur individuellen Behandlungsplanung in der TRT. Dafür wird ein Referenzhybridphantom des menschlichen Körpers kreiert, anhand dessen man individuelle PET (Positronen-Emissionstomographie) /CT (Computertomographie)-Daten durch schnelles und nicht-lineares Umformen implementiert. Auf diese  Weise kann die patientenspezifische Information für eine visuelle Behandlungsplanung durch Medizinphysiker und Onkologen genützt werden. Die Computermodelle von  SIMTARA  hätten entscheidende Vorteile gegenüber den existierenden Softwarepaketen, da  die Einbindung modernster Graphiktechniken eine klarere Visualisierung und somit eine bessere klinische Entscheidungsbasis ermöglicht. 

Ein weiteres Ziel von SIMTARA ist die Entwicklung eines Remote Software Developers Kit (Remote SDK), der F&E mit wissenschaftlichen Projektpartnern auf der ganzen Welt ermöglicht sowie die Variante einer Fernbehandlungsplanung eröffnet. Das Projekt wird in Kooperation mit WoogieWorks Animation Studio und dem Institut für Strahlentherapie und Strahlenbiologie der Medizinischen Universität Wien realisiert und von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) kofinanziert.

Projekthomepage:
www.simtara.com

Kontakt

DI Dr. Matthias Blaickner


T: +43-50550 4458
F: +43-50550 4450
Muthgasse 11
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