Forest Plant Selection


Ein nachhaltiger Zugang zu Waldressourcen als Rohstoff für die Holz- und Papierindustrie sowie als erneuerbare Energiequelle ist für unsere industriellen Partner von großer Bedeutung. Um eine ständige Verfügbarkeit dieses wertvollen Rohstoffs gewährleisten zu können, benötigen Pflanzenproduzenten und die Forstindustrie verbessertes Pflanzenmaterial mit höherer Stresstoleranz, verbesserter chemischer Qualität und höherem Ertrag bei wechselnden Klimabedingungen. Wir unterstützen die Industrie in ihrer Aufgabe durch die Entwicklung molekularer Tools und Techniken für die gezielte Auswahl und Erzeugung von verbessertem Pflanzenmaterial.

Auch in Österreich hat man die Notwendigkeit der Einrichtung großer Nutzwälder erkannt, die nicht nach dem Prinzip der Biodiversität bewirtschaftet werden. Für die praktische Umsetzung dieser ertragreichen und schnell wachsenden Wälder sind molekulare Tools und Methoden zur effizienten Pflanzenauswahl erforderlich. Vor allem mit Hilfe der Epigenetik können neuartige Ansätze im Aufbau klonal vermehrter Pflanzengesellschaften realisiert werden. Unser Ziel ist die Bereitstellung von Werkzeugen für eine effiziente Pflanzenauswahl unter Nutzung epigenetischer Mechanismen. Durch den Einsatz dieser sanften Methoden können Umwelteinflüsse genutzt werden, um etwa die Stresstoleranz der Nachkommenschaft behandelter Elternpflanzen zu erhöhen.

  • Wir erforschen die verschiedenen epigenetischen Mechanismen in Pflanzen,
         welche die Transkription und somit den Phänotyp der Pflanze beeinflussen.
         Durch die Kombination von Next Generation Sequencing (NGS) und
         Bioinformatik an Genomabschnitten (Histon-gebundene DNA [CHhIP],
         CG&CNG Methylisierungsstellen) entwickeln wir Methoden zur einfachen und
         effizienten Analyse des Epigenoms von Forstbäumen. Diese Methoden bilden
         den Grundstein für Schnelltests, um Pflanzenanalysen in großem Umfang
         durchführen zu können.

  • Die epigenetische Analyse von klonal vermehrtem Material von ausgewählten
         Bäumen sowie von Individuen aus embryogener Kultivierung liefert die Basis
         für die Entwicklung von Tools für künftige Vermehrungsszenarien. Der Einsatz
         von Umwelttriggern zur Veränderung der epigenetischen Antwort der Pflanze ist
         vor dem Hintergrund des Klimawandels von großer Bedeutung für künftige
         Waldplantagen.

Referenzprojekte:

Kontakt

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Mag. Dr. Silvia Fluch, MSc
AIT Austrian Institute of Technology GmbH

T: +43 50550 3530
F: +43 50550 3666
Konrad-Lorenz-Straße 24
3430 Tulln


Anfahrtsplan Tulln

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