Entwicklung von treffsicheren Strategien für Klima- und Umweltschutz
Auf unterschiedlichen administrativen Ebenen - regionaler, nationaler wie auch auf EU-Ebene sind jeweils unterschiedliche Maßnahmen für unterschiedliche Rahmenbedingungen und Schutzziele notwendig. Sinnvolle und lang wirkende Maßnahmen müssen auf die Eigenschaften und Aufgaben der jeweiligen Ebenen Rücksicht nehmen. Wir nutzen unser Wissen über die Zusammenhänge der treibenden Kräfte des Klimawandels und der Dynamik der Systembeziehungen zur Entwicklung von grundsätzlichen Leitlinien und konkreten Strategien für Klima- und Umweltschutzmaßnahmen auf den unterschiedlichen Entscheidungsebenen: für internationale Organisationen, Länder, Bundesländer, Kommunen, Interessensvertreter, sowie Unternehmen.
Referenzprojekte
Simulation des Mikroklimas für die "Seestadt Aspern"
Das Projekt befasst sich mit der Simulation des Mikroklimas für das Stadtentwicklungs-Projekt „Seestadt Aspern“ unter heutigen und künftigen Klimabedingungen. Konkret wurden die Wechselwirkungen von Bebauungsstruktur und Freiraumcharakteristika in einer Auflösung von wenigen Metern simuliert. Es ging darum Fragen wie „Welche Straßenausrichtung unterstützt welche Beschattungs- und Belüftungseffekte? Welche Oberflächengestaltung bewirkt mehr oder weniger Wärmespeicherung? Welche Grünflächengestaltung und Gebäudebegrünung hat positiven Einfluss auf das Kleinklima?“ zu beantworten. Dazu wird ausgehend von einem 3D-Modell Asperns mit den entsprechenden raumstrukturellen Charakteristika (Baustruktur, Freiräume, Oberflächen, Bepflanzung) und meteorologischen Rahmenbedingungen aus der regionalen Klimasimulation das Stadtkima in seinem Tagesgang für Referenztage räumlich explizit simuliert. Die Ergebnisse gehen in Empfehlungen für eine klimasensitive Stadtplanung ein, und dienen in weiterer Folge der Berechnung der Energieperformance von Gebäuden.
Projektleiter: Wolfgang Loibl
MoZert (Klima- & Energiefonds -- FFG – neue Energie2020)
Das Projekt MOZERT befasst sich mit den Effekten neuer Wege des Treibhausgaszertifikate-Handels auf das Energiesystem und die ökonomisch-soziale Situation der Haushalte. Dafür wird ein multi-paradigmatisches Simulationsmodell erstellt mit dem die Effekte neuer klimapolitischer Instrumente – personenbezogene Zertifikatshandelssysteme wie "Cap and Share" und "Tradeable Energy Quotas (TEQs)" – untersucht werden können. Dabei werden Top-Down Modellierungsansätze (Systemdynamik Modellierung, TIMES-Energiemodell) mit dem Bottom-Up Ansatz der Multi-Agenten Systeme kombiniert. Projektziel ist die Basis eines "Klimapolitik-Simulators“ für Österreich zu erstellen, mit dem die Wirkungen unterschiedlicher klimapolitischer Instrumente abgeschätzt werden können.
Projektleiter: Ernst Gebetsroither
Projektpartner: Austrian Energy Agency, ecoPolicy-Lab Wien, Energy Economics Group - TU Wien
Emissionsminderung-Maßnahmendatenbank
Als Basis für die Planung von NO2-MInderungsmaßnahmen in Wien wurde eine interaktive Datenbank samt Diskussionsforum erstellt, in welcher ExpertInnen und VertreterInnen der Verwaltungsbehörden Maßnahmen zur Luftschadstoffminderung definieren, diskutieren und bewerten. Insgesamt wurden rund 120 Maßnahmen formuliert.
Projektleiter: Rudolf Orthofer
Kontakt
T: +43(0) 50550-4587
F: +43(0) 50550-4599
Donau-City-Str. 1
1220 Wien
wolfgang.loibl (at) ait (ac.at)
