Evaluierung von Planungsstrategien und Infrastrukturinvestitionen
Regionalentwicklungsstrategien, sowie planerische Interventionen - etwa durch Verkehrsinfrastruktur - haben große Auswirkungen auf die räumliche Entwicklung. Die Realisierung von Großprojekten führen bei der betroffenen Bevölkerung oft zu Konflikten. Die Simulation der Raumentwicklung und die Modellierung und Bewertung der Auswirkungen unterstützen Konfliktmanagement und Mediationsprozesse. Partizipative Methoden erlauben die Überprüfung der zu erwartenden Effekte gemeinsam mit involvierten Stakeholdern und fördern konsensfähige Lösungen.
Referenzprojekte
Lower Jordan Valley
Dead Sea Future
Beide Foresight-Projekte befassten sich mit Fragen der Landnutzung und Wasserressourcen heute und künftig im unteren Jordantal bzw. um das Tote Meer. Ausgehend von intensiven Datenerhebungen wurden die regionalen Wechselbeziehungen zwischen Landnutzung und Wasserverbrauch als stock-flow Modell abgebildet und alternative Wassermanagement-Formen diskutiert. Beim Dead Sea Future - Projekt wurde ein Simulationsmodell entwickelt, mit dem, ausgehend von narrativen Szenarien der lokalen Projektpartner, quantitative, räumlich explizite Simulationen der Raumentwicklung - Bevölkerung, Landnutzung, Wasserverbrauch - zur Diskussion gestellt werden konnten.
Projektleiter: Rudolf Orthofer
Projektpartner: Hebrew University - Jerusalem, ARIJ - Applied Research Institute - Jerusalem /Palestine, EcoConsult Office - Amman – Jordan, Arava Institute for Environmental Studies - Israel, University of Newcastle/Tyne - GB, Joanneum Research - Graz
PLUREL – Peri-urban land use relationships
PLUREL befasst sich mit der Entwicklung von Stadtumlandregionen mit ihrem Driver-Pressure Beziehungen. Im Zuge eines Foresight-Prozesses wurden narrative Entwicklungsszenarien für Europa erarbeitet, die in räumlich explizite Modelle für ganz Europa, sowie für 6 Case Study Regionen eingegangen sind. Response-Funktionen schätzen die Landnutzungs-bezogenen Effekte der einzelnen Szenarien, integrierte Impact-Analysen evaluieren die Effekte. Ziel des Projekts ist es, Vorschläge für eine bessere Regionalpolitik auf Europäischer Ebene zu erarbeiten, die künftig eine nachhaltigere Entwicklung der Stadtumlandregionen sichert.
Projektleiter: Wolfgang Loibl
Projektpartner (u.a.) : University of Copenhagen [KU], Danish Centre for Forest, Landscape and Planning, Centre for Agricultural Landscape Research [ZALF], Department for Land use Systems and Landscape Ecology, Muncheberg, Germany, Alterra B.V., Green World Research [ALTERRA], Landscape centre, Wageningen
SPARD –Spatial Analysis of Rural Development – Providing a tool for better policy targeting
Im Projekt SPARD wird ausgehend von einem System von regionalen Indikatoren ein Tool entwickelt, mit dem Policy-Maker auf der EU-Ebene die kausalen Zusammenhänge zwischen Maßnahmen zur ländlichen Entwicklung und die damit erzielten Effekte (ex-post und ex-ante) ablesen können. Die Modellierung und Anwendung erfolgt auf EU-Ebene sowie für fünf Case Study Regionen.
Projektleiter: Wolfgang Loibl
Projektpartner (u.a.): Centre for Agricultural Landscape Research [ZALF], Department for Land Use Systems and Landscape Ecology - D, Agricultural Economics Research Institute - NL; INRA - F, JRC/IPTS - ES.
Begleitung des Mediationsverfahren für den Ausbau des Vienna Airport
Das Mediationsverfahren welches im Zuge der Planungen für den Bau der 3. Piste des Flughafens Wien Schwechat durchgeführt wurde, wurde im Zuge dieses Projektes von den AIT als unabhängiges Forschungsinstitut wissenschaftlich betreut und begleitet. Dazu wurden alle relevanten, wissenschaftlichen Grundlagen gesammelt, aufbereitet und der Öffentlichkeit in adäquater Weise präsentiert.
Projektleitung: Markus Knoflacher
Kontakt
T: +43(0) 50550-4584
F: +43(0) 50550-4599
Donau-City-Str. 1
1220 Wien
markus.knoflacher (at) ait (ac.at)
