Technologieportfolios
Das Engagement in neue Technologien und Forschungsgebiete stellt stets eine Investition bei unsicheren Rahmenbedingungen dar. Dabei empfiehlt sich die Streuung der Mittel nach unterschiedlichen Risikobereichen. Für Unternehmen stellt sich vielfach die Frage, nach welchen Kriterien die Risikobewertung von neuen Technologien vorgenommen werden kann. Wir gehen davon aus, dass Technologien ähnlich wie neue Produkte mit zunehmender Erfahrung und Reproduktion eine Lernkurve durchschreiten und daher in Analogie zum Marktanteils- und Marktwachstums-Portfolio in unterschiedliche Risikosektoren unterteilt werden können. Technologiecharts ergänzen die Portfolios durch Informationen zum Stand der Technik sowie über Technologieanbieter.
Referenzprojekte
Funktionale Oberflächen
Oberflächen spielen in der Technik und insbesondere bei der Automobilindustrie eine bedeutende Rolle. Beispiele für Anwendungen liegen in der Reduzierung von Reibung, bei optischen Beschichtungen, Selbstreinigung sowie in der Dünnschichttechnologie bei Solarzellen oder LED. Bei dieser Untersuchung wurden die aktuellen Forschungsaktivitäten, Forschergruppen und neue emergierende Bereiche eruiert. Vielversprechende Entwicklungen konnten in der Selbstreinigung nach dem Lotusblüteneffekt oder durch photocatalytische Ansätze identifiziert werden. Die besondere Herausforderung dabei liegt in der technischen Herstellung der Oberfläche durch Galvanik, Plasmatechnologie, CVD oder Laserprägung. Ein interessanter Ansatz für die Herstellung von entspiegelter Oberfläche ist das Prinzip des Mottenauges. Auch bei derartigen Oberflächen ist die Gestaltung haltbarer Oberflächenstrukturen im Nanobereich gefordert. Für die genannten Technologien wurden Technologiecharts zum Stand der Technik, der Anwendbarkeit bei bestimmten Produkten sowie über Technologieanbieter und Forschungspartner erstellt.
Partner bei diesem Projekt war ein Unternehmen der Automobilindustrie
Projektleiterin: Marianne Hörlesberger
Foodprocessing
Das Ziel des Projektes war die Erhebung der weltweiten Forschungsaktivitäten in der Lebensmittelforschung und -herstellung. Dabei wurden Forschungsthemen identifiziert, ihr Gewicht im Verhältnis zur gesamten Forschung bestimmt, die bedeutendsten Forschungsarbeiten extrahiert und schließlich die zeitliche Entwicklung der Forschungsthemen analysiert. Mit der Software BibTechMon wurden Teilthemen aus wissenschaftlichen Publikationen auf der Basis semantischer und bibliometrischer Analysen identifiziert. Die Ergebnisse wurden in einem Forschungs- und Technologieportfolio nach Anteil und Wachstum in der Forschung dargestellt sowie nach Attraktivität und Machbarkeit für das Unternehmen bewertet.
Partner bei diesem Projekt war ein Unternehmen aus der Lebensmittelindustrie
Projektleiter: Edgar Schiebel
Kontakt
T: +43(0) 50550-4521
F: +43(0) 50550-4599
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