Medienanalysen & Emerging Issues
Die öffentliche Meinung spielt als Resonanzkörper und Medium für Lobbying eine wichtige Rolle bei der aktiven oder passiven Einbindung der Gesellschaft in Studien über Technologien und Ihre Akzeptanz in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik. Daher ist die strukturierte Beobachtung der Medien für Technologieanalysen und verwandte Themen von wichtiger Bedeutung. In Zusammenarbeit mit Medienanalysten generieren wir Informationen über Technologien und Issues. Issues sind Sachverhalte von besonderem Interesse, wie jüngst die Wirtschaftskrise oder die Erderwärmung und der damit verbundene Klimawandel. Mit unseren Instrumenten der semantischen und bibliometrischen Analyse sind wir in der Lage durch textanalytische Methoden zentrale, periphere oder aufkommende Themen zu identifizieren, sowie die Texte nach Personen, Unternehmen und anderen Kategorien zu durchsuchen und zu clustern. Damit generieren wir Personennetzwerke und Themenlandkarten.
Referenzprojekte
Mediale Präsenz der Aktion "Forschung macht Schule"
Die Aktion Forschung macht Schule beruhte auf einer Initiative des Bundesministeriums für Verkehr Innovation und Technologie. Sie hatte das Ziel, mehr junge Menschen für das Studium natur- und ingenieurwissenschaftlicher Studien zu gewinnen. Dieses Projekt sollte aufzeigen, wie die Initiative in den Medien aufgenommen wurde, insbesondere ob die Berichterstattung mit den intendierten Zielen im Einklang stand. Mit dem Projekt konnte gezeigt werden, dass sich die mediale Resonanz eher auf Schulorganisation und Unterrichtsmethoden bezog und zu wenig auf die Bereiche Innovation, Technologie und Naturwissenschaft. Um die Rezipienz in die gewünschte Richtung zu erhöhen, wurden aus der Medienberichterstattung entsprechende Begriffe extrahiert und für eine neue Öffentlichkeitsarbeit des Ministeriums empfohlen.
Projektleiter: Edgar Schiebel
Kommunikationsstrategien der Automobilhersteller für die Platzierung des Themas Alternativantriebe – Teilprojekt im Rahmen des „Knet Alternative Antriebssysteme“
Alternative Antriebe für Personenkraftwagen werden nach der Verknappung und Preiserhöhung von konventionellen Treibstoffen sowie der feststellbaren Klimaerwärmung für die Automobilindustrie zunehmend zu einer mittel- bis langfristigen Überlebensfrage. Jedoch steht jeder technologischen Veränderung ein komplexes Umfeld gegenüber: Kundenakzeptanz, Regulation, Infrastruktur, Rohstoffe. Das Management muss in einem extrem unsicheren Umfeld entscheiden. Dabei werden Medien von den Konzernen genutzt, um angedachte Lösungen zu platzieren und die Reaktion abzuwarten. Unser Projekt bestand aus einem Medienmonitoring, um die möglichen Strategien der OEM auszuloten und die weiter öffentliche Diskussion zu beobachten. Der Beitrag zum Gesamtprojekt bestand in der Abschätzung von Erfolgschancen unterschiedlicher Alternativkonzepte wie Hybridfahrzeug, Wasserstoff- und Elektroantrieb sowie Biokraftstoffe.
Partner bei diesem Projekt waren MAGNA STEYR AG & Co KG, AVL List GmbH, Institut für Verbrennungskraftmaschinen an der TU Wien, THIEN E-Motoren bei ATB ANTRIEBSTECHNIK AG, Arsenal Research, OMV AG
Projektleiter: Edgar Schiebel
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