Identifikation emergierender Forschungsthemen
Die Innovationsleistung der Wirtschaft hängt in einem hohen Maße von der Fähigkeit zur raschen Umsetzung von Erkenntnissen aus der Wissenschaft in marktfähige Produkte und Verfahren ab. Einfache Forschungsergebnisse können direkt, komplexe erst mittelfristig umgesetzt werden. Wir analysieren themenspezifisch Forschungsergebnisse, ermitteln die kritischen Forschungsfragen, Hot Topics und den Stand der Wissenschaft. Die einflussreichsten Forschungsarbeiten, die aktivsten Wissenschaftler, ihre Netzwerke sowie die Forschungseinrichtungen, die in den jeweiligen Gebieten führend sind, sind Bestandteile bei diesem Projekttyp, der vielfach auch unter dem Begriff des Technologiescouting bekannt ist.
Referenzprojekte
PROMTECH - Identification and Assessment of Promising Emerging Technological Fields in Europe
Das Projekt zielte darauf ab, vielversprechende technologische Felder aus der gesamten weltweiten Forschung zu identifizieren. Die Vorgangsweise beruhte auf der Beobachtung, dass jüngere Technologien auf extremer Miniaturisierung und extremen physikalischen Eigenschaften, so dass neue Technologien eng mit Erkenntnissen aus der Physik verbunden sind. Damit konnten sogenannte Schrittmachertechnologien in einer frühen Phase ihrer Entwicklung und die Forschergruppen, die wichtige Player in diesem Feld sind, identifiziert werden.
Partner bei diesem Projekt waren das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI in Karlsruhe und das Institut de l'Information Scientifique et Technique du Centre National de la Recherche Scientifique (Inist-Cnrs)
Projektleiterin: Marianne Hörlesberger
Funktionale Oberflächen – Chancen für die Automobilindustrie
Unter funktionalen Oberflächen wurden bei diesem Projekt solche Oberflächen verstanden, die über selbstreinigende Eigenschaften verfügen bzw. keine Spiegelungen hervorrufen. Selbstreinigende Materialien sind insbesondere für die Karosserie, die Felgen aber auch für das Interieur von besonderer Bedeutung. Entspiegelte Frontscheiben im Innenbereich erhöhen sowohl den optischen Komfort als auch die bessere Sichtbarkeit bei hellem Tageslicht. Bei diesem Projekt haben wir die weltweiten Forschungs- und Technologieaktivitäten anhand einer Analyse der Literatur und von Patenten untersucht. Dabei waren bionische Ansätze nach dem Lotusblüten Effekt und den Eigenschaften des Mottenauges besonders auffällig. Entsprechende Oberflächenstrukturen können durch Nanotechnologie realisiert werden. Es wurden sogenannte Technologiecharts generiert, die den technologischen Entwicklungsstand, die Marktverfügbarkeit, die Technologieentwickler und –anbieter darstellten.
Partner bei diesem Projekt war ein Unternehmen aus der Automobilindustrie und das österreichische Patentamt.
Projektleiter: Edgar Schiebel
Kontakt
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edgar.schiebel (at) ait (ac.at)
