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Symbolfoto: Das AIT ist Österreichs größte außeruniversitäre Forschungseinrichtung

AIT beim Tag der kritischen Infrastruktur 2026

02.10.2026
AIT bringt seine Expertise in Cyber Security und digitaler Resilienz beim hochrangigen Expert:innenaustausch zum Schutz kritischer Infrastrukturen ein.

Am 28. und 29. September 2026 fand im Vienna Airport Conference Center der „Tag der kritischen Infrastruktur“ statt. Mehr als 350 Vertreter:innen von Sicherheitsbehörden, Wissenschaft und Wirtschaft sowie Betreiber:innen kritischer Infrastrukturen nutzten die zweitägige Veranstaltung für den fachlichen Austausch und die Vernetzung. Im Mittelpunkt standen aktuelle und zukünftige Herausforderungen beim Schutz kritischer Infrastrukturen sowie die Frage, wie deren Widerstandsfähigkeit angesichts einer zunehmend komplexen Bedrohungslage gestärkt werden kann.

Helmut Leopold, KSÖ-Vizepräsident und Head of Center for Digital Safety & Security am AIT Austrian Institute of Technology, eröffnete den zweiten Tag der Veranstaltung. Der Schutz kritischer Infrastrukturen erfordert angesichts zunehmender Digitalisierung und Vernetzung eine ganzheitliche Betrachtung von Sicherheit und Resilienz sowie eine enge Zusammenarbeit zwischen Forschung, Wirtschaft, Betreibern und öffentlichen Institutionen.

Die Veranstaltung griff dabei ein breites Spektrum aktueller Herausforderungen auf. Neben klassischen Gefährdungen gewinnen insbesondere Cyberangriffe, Sabotage, hybride Bedrohungen, Extremwetterereignisse sowie neue Bedrohungsszenarien durch Drohnen an Bedeutung. Auch künstliche Intelligenz verändert die Sicherheitslage und eröffnet gleichzeitig neue Möglichkeiten für Prävention, Analyse und Reaktion.

Im Mittelpunkt stand dabei der sogenannte „All-Hazard“-Ansatz: Unterschiedliche Gefahren, Abhängigkeiten und Verwundbarkeiten werden nicht isoliert betrachtet, sondern in umfassenden Sicherheits- und Resilienzkonzepten miteinander verknüpft. Neben technologischen Lösungen spielen organisatorische Maßnahmen, Krisenmanagement, Kommunikation und der Faktor Mensch eine zentrale Rolle.

AIT-Expertise am Ausstellungsstand

Das AIT war mit einem eigenen Ausstellungsstand vertreten. Bernhard Kohn und Michael Mürling, Experten im Center for Digital Safety und Security, präsentierten dort die Kompetenzen des AIT im Bereich Digitales Identitätsmanagement mit einer Demo der Award-prämierten Lösung zur kontaktlosen Verifikation von Fingerabdrücken „BioCapture“, die sich derzeit im Rollout bei der österreichischen Polizei befindet.

Das AIT beschäftigt sich darüber hinaus in zahlreichen Forschungsaktivitäten mit der Sicherheit und Widerstandsfähigkeit vernetzter und digitaler Systeme. Schwerpunkte liegen unter anderem auf Cyber Security, digitaler Resilienz und Technologien zur Absicherung kritischer Infrastrukturen. Ziel ist es, Bedrohungen frühzeitig zu erkennen, komplexe Abhängigkeiten besser zu verstehen und Organisationen dabei zu unterstützen, ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Cyberangriffen und anderen Störungen nachhaltig zu erhöhen.

Der „Tag der kritischen Infrastruktur“ bot dafür eine wichtige Plattform für den Austausch zwischen Betreiberorganisationen, Behörden, Sicherheitsorganisationen, Wirtschaft und Forschung. Die Veranstaltung machte deutlich, dass die Widerstandsfähigkeit kritischer Infrastrukturen eine gemeinsame Aufgabe ist und kontinuierliche Forschung, technologische Innovation sowie eine enge Vernetzung aller beteiligten Akteure erfordert.

 

Weitere Informationen:
Kompetenzzentrum Sicheres Österreich
https://www.bmi.gv.at/newsc44a.html?id=67516445552b30313977383d