Schlafstörungen wie Schlaflosigkeit, Schlafsucht, nächtliche Atemaussetzer (Apnoen), Verschiebungen des Schlafrhythmus, REM-Schlaf Verhaltensstörungen, Bewegungsautomatismen wie periodischen Beinbewegungen, Nachtangst, Zähneknirschen und Sprechen im Schlaf betreffen heute etwa 20 bis 30 Prozent der Bevölkerung in den westlichen Industrieländern. Sie stellen ein enormes Gesundheitsproblem dar. Schlafstörungen verursachen auch weitere Folgeerkrankungen: Unbehandelte nächtliche Atemaussetzer (Apnoen) erhöhen z.B. das Schlaganfallrisiko um das mehr als 6-fache (18-fache bei gleichzeitigem Bluthochdruck) und belasten damit das öffentliche Gesundheitssystem.

Die heutige Diagnosemethode der Polysomnographie (Registrierung der Gehirn-, Muskel- und Atmungsaktivität) erfordert eine Vielzahl am Körper befestigter Sensoren. Dies ist fehleranfällig und beeinträchtigt die Schlafqualität. Weiters sind die Schlaflabore in den Spitälern oft überbucht und haben lange Wartezeiten.

Das Research Service New Sensor Technologies entwickelt deshalb berührungslose Messverfahren mit computer-gestützter Auswertung auf der Basis von 3D-Videodetektion und Audiosignalen. Diese weisen folgende Vorteile auf:

  • Im Vergleich zum EMG liefert die 3D-Analyse spezifischere und daher diagnostisch relevantere Informationen über Bewegungsereignisse im Schlaf.
  • Berührungslose Sensorik vermeidet Probleme aufgrund schlechter Elektrodenkontakte und ist daher hinsichtlich Datenqualität unkritischer als das EMG.
  • Die Montage von Sensoren und Kabeln am Körper entfällt, was Personalkapazität spart.
  • Am Körper befestigte Sensoren beeinträchtigen bei den meisten PatientInnen die Schlafqualität - berührungslose Sensorik mit 3D Video ermöglicht hingegen ungestörten Schlaf.
  • 3D Schlafmonitoring ist einfach durchzuführen und daher auch für ambulante Anwendungen geeignet.

Technologien und Prototypen:

Automatische Detektion von periodischen Beinbewegungen im Schlaf mit dem 3D Sleep Motion Analyzer, im Vergleich zur Elektromyographie der musculi tibialis anterior